Mit der Webtalk-Reihe „(Un)bekannter Kommunikationsraum? Chancen- und Konfliktpotenzial von Sozialen Medien in der Pandemie“ wollen wir uns differenziert mit dem Thema auseinandersetzen und verschiedene Aspekte und Fragestellungen beleuchten.

Jede Veranstaltung startet mit einem Impuls-Vortrag gefolgt von einem Interview bzw. einer Diskussionsrunde mit offenen Fragen. Die Teilnehmenden können sich dabei gerne aktiv einbringen.

Die Veranstaltungen richten sich an Pädagogische Fachkräfte & Eltern, aber auch interessierte Jugendliche / junge Erwachsene sind natürlich ganz herzlich willkommen!

Die Anmeldung bitte mit gewünschter Veranstaltung im Betreff und einem Einzeiler mit Namen, Teilnehmerzahl und Institution oder Schüler*in, Azubi, Studierend an: msa@jff.de.

Hier geht’s zum Flyer, der gerne geteilt werden darf.

 

PROGRAMM:

9. Juni 2021, 17-18 Uhr: „Behind the Fake! Strategien im Umgang mit Verschwörungsmythen und beim Entlarven von Fakes”

Thomas Laschyk, Volksverpetzer

„Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, aber niemand hat ein Recht auf eigene Fakten“, sagt Thomas Laschyk. Der gebürtige Augsburger ist Gründer des Anti-Fake-News-Blogs „Volksverpetzer“ und hat täglich mit Desinformation und Verschwörungsmythen im Netz zu tun.
Im Webtalk sprechen wir mit ihm u.a. über die Funktions-Mechanismen von Sozialen Medien: Warum verbreiten sich Fake News besser als sachliche Informationen? Wie begünstigt das „Geschäftsmodell Social Media“ die Verbreitung von Desinformation? Warum sind Verschwörungsmythen gerade in Krisen-Zeiten populär? Und welche Strategien greifen beim Umgang mit Verschwörungsideologen und beim Entlarven von Fakes?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich Thomas Laschyk in einem Impuls-Vortrag und in einer anschließenden Diskussionsrunde können sie vertieft werden.

 

23. Juni, 17-18:30 Uhr: „Digitale Selbstverteidigung & Zivilcourage im Netz: Demokratische Strategien & Lösungsansätze gegen Hass im Netz”

Charlotte Lohmann, Amadeu Antonio Stiftung
Ulli Grießhammer, HateAid

Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter unserer Demokratie – aber es gibt Grenzen. Beleidigungen, Drohungen oder Diskriminierung sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Hass und Hetze sind gerade in Sozialen Medien weit verbreitet und bleiben oft ungeahndet. Doch das Internet ist kein rechtsfreier Raum und viele stellen sich die Frage: Was tun, wenn ich mit digitaler Gewalt in Form von Diffamierungen, Beleidigungen oder Drohungen konfrontiert werde?
Im 90-minütigen Webtalk sprechen wir mit Charlotte Lohmann, Bildungsreferentin bei der AAS im Netzwerk: Hate Speech begegnen (Algorithmen, Emojis) und mit Ulli Grießhammer, Referent bei HateAid, einer Beratungsstelle für betroffene von digitaler Gewalt.
Im Fokus stehen Strategien zur digitalen Selbstverteidigung, rechtliche Hintergründe und die Auswirkungen einer verrohten Diskussionskultur auf die freie Meinungsäußerung und unsere Demokratie.
Darüber hinaus werden auch methodische Ideen & Materialien für Pädagog*innen und Eltern besprochen und Handlungsempfehlungen gegeben.

 

7. Juli, 17-18 Uhr: „Physical Distancing & Games: Die Chancen von Gaming zur Überwindungen von räumlichen Distanzen”

Ulrich Tausend, JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung & Praxis

In der Pandemie haben Kinder und Jugendliche ihre Freizeit vermehrt mit Gaming verbracht. Dabei sind Games mehr als nur Spaß und Unterhaltung, sondern für die Jugendlichen vielmehr ein Ersatz für soziale und kommunikative Räume, die durch die Pandemie häufig weggefallen sind.
Virtuelle Räume, wie z.B. in Minecraft, ermöglichen eine Geburtagsparty mit „Physical Distancing“ statt „Social Distancing“ und auch die Popularität von Games wie „Among Us“ kommt nicht von ungefähr. Trotzdem gilt: Das Thema „Vielspielen“ und „Computerspiele-Sucht“ sollte nicht aus den Augen verloren werden.
Im Webtalk setzen wir uns differenziert mit dem Thema Gaming – vor, während und nach der Pandemie – auseinander.

 

14. Juli, 17-18 Uhr: „Social Media im Wahlkampf – Wer bestimmt die Debatte im Netz?”

Maximilian Nominacher, BLZ – Bayrische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Social Bots, Trollfabriken und Algorithmen: Soziale Medien bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die Debatte im Wahlkampf zu beeinflussen und den öffentlichen Diskurs zu verzerren.
Wir sprechen mit Maximilian Nominacher, Referent für politische Bildung bei der BLZ, über den Einfluss von Computerprogrammen, Big Data und Mikro-Targeting auf Wahlen im Allgemeinen und die anstehende Bundestagswahl im Speziellen.
Darüber hinaus werden auch methodische Ideen und Materialien für Pädagog*innen und Eltern besprochen und Handlungsempfehlungen gegeben.